Übertourismus und VerSYLTung in SPO?

Der Leitartikel in den Husumer Nachrichten vom 11.07.2022 benannte kurz und prägnant die verschiedenen Auswirkungen des Tourismus auf die touristischen Hotspots in Deutschland, also auch auf St.Peter-Ording.

Bereits vor einigen Jahrzehnten warnte der Club of Rome vor den „Grenzen des Wachstums“.

Solange nur Parameter wie Übernachtungszahlen, Umsätze und Gewinnmargen den Wert dieses Wirtschaftsbereichs bestimmen, wird das beschriebene Problem nicht behoben werden können.

Die neue Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag ab 2024 ein Wohnraumsicherungsgesetz und das Zweckentfremdungsverbot zum Schutz des Dauerwohnens festgeschrieben.
Ein erster Schritt in die richtige Richtung!

Der zweite Schritt wäre dann ein neues Kennzahlensystem für touristische Destinationen zu einer ganzheitlichen Bewertung des Tourismus. Der Tourist sollte wieder mehr als Gast, denn als Umsatz- und Gewinn-Produkt gesehen werden.
Dazu würden u.a. gehören:

  • die Berücksichtigung der Grenzen der Tourismusakzeptanz in der einheimischen Bevölkerung,
  • ein Beherbergungskonzept,
  • die Berücksichtigung von Versiegelung
  • sowie des Wasser- und Flächenverbrauchs durch touristische Projekte,
  • die „tatsächliche“ regionale Wertschöpfung,
  • Lärm,
  • Abfallentsorgung,
  • sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen,
  • sowie geeignete Maßnahmen zur Behebung der Verkehrsproblematik.

Weitere Informationen aus bestehenden Konzepten für SPO und ein Musterbeispiel aus Sylt findet ihr hier:

Tourismusakzeptanz in St. Peter-Ording 2020

Beherbergungskonzept für die Gemeinde Sylt

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Gemeinden Sankt Peter-Ording und Tating_2019

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